JEM Archiv – Alle Jahrgänge

von | Juni 24, 2022

Wie der Grillabend zum gesunden Vergnügen wird

Einige Faktoren können Grillen zu einem ziemlich ungesunden Vergnügen machen. Saure Marinaden und Zitronensaft in der heißen Grilltasse können Aluminium teilweise lösen, Bierdosen-Burger können mit Farbe und Aluminium „gewürzt“ sein. Dazu kommen die altbekannten krebserregenden Stoffe durch zu langes und/oder heißes Grillen und durch Kontakt mit der offenen Flamme oder Rauchgasen. Das alles lässt sich vermeiden.

Fettleber erhöht Demenz-Risiko

Die nicht-alkoholische Fettleber ist die häufigste Lebererkrankung weltweit mit stark steigender Tendenz. Die gute Nachricht: Sie kann durch Lebensstiländerungen rückgängig gemacht werden. Die schlechten Nachrichten: Werden keine Gegenmaßnahmen gesetzt, kann es zu einer wesentlich gefährlicheren Leberentzündung kommen – und bei nicht-alkoholischer Fettleber wurde eine erhöhte Häufigkeit von Demenzerkrankungen festgestellt.

Betagte und pflegebedürfte Menschen: Risiko Flüssigkeitsmangel bei Hitze

Für betagte und pflegebedürftige Menschen besteht bei großer Hitze ein beträchtliches Risiko für einen bedrohlichen Flüssigkeitsmangel, der sich fatal auswirken und sogar zum Tod führen kann. Die Ursachen für die zu geringe Flüssigkeitsaufnahme können unter anderem in einem nachlassenden Durstempfinden, bei Inkontinenzbeschwerden der Vermeidung von Getränken oder auch an der Einnahme bestimmter Medikamente liegen.

Mikroplastik: Ein Grund mehr, die Leber zu schonen

Eine geschädigte Leber hat offenbar mit einem weiteren Problem zu kämpfen: Mikroplastik. Eine der gesundheitlichen Folgen des in beträchtlicher Menge aufgenommenen Mikroplastiks liegt darin, dass sich die Partikel in einer geschädigten Leber anreichern, in einer gesunden aber nicht. Das haben Untersuchungen von Transplantationspatienten mit Leberzirrhose und Autopsiebefunde gesunder Personen gezeigt.

„Viel trinken“ – kann genauso schaden wie zu wenig

„Viel trinken ist gesund“ ist ein Mythos. Zu viel Flüssigkeit kann ebenso schaden wie zu wenig. Besondere Vorsicht ist bei chronischen Erkrankungen wie Nierenschwäche und Herzschwäche angezeigt. Günstig ist viel trinken hingegen bei Nierensteinen oder Harnwegsinfekten. Am besten man verlässt sich auf sein Durstgefühl – ausgenommen Kleinkinder und alte Menschen, bei denen das Durstempfinden zu schwach ausgeprägt ist.

Nachlassendes Gedächtnis: keine Wirkung von Spermidin

Die Substanz Spermidin hat in den letzten Jahren aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung und im Tierexperiment lebensverlängernder Effekte für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun wurde untersucht, ob Personen mit subjektiv empfundenem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit von einer zusätzlichen Einnahme von Spermidin profitieren.

Ketogene Ernährung bei Diabetes

Eine Ernährung mit einem sehr hohen Anteil von Fett und sehr geringen Anteil von Kohlenhydraten – eine ketogene Ernährung – führt zu einer Umstellung des Energiestoffwechsels und wird mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Sie wird für Diabetiker bei kurzfristiger Anwendung in den meisten Fällen als sicher erachtet, sofern die Medikamente entsprechend angepasst werden und ärztliche Kontrollen erfolgen.

Dem Herz zuliebe – wenig oder kein Alkohol

Schon ein relativ geringer Alkoholkonsum erhöht bei Menschen mit vorbelastetem Herzen das Risiko für eine Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz. Erste Anzeichen einer Herzschwäche sind ein Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit und Atemnot schon bei relativ geringer Belastung. Daher empfehlen Experten, den Alkoholkonsum auf geringe Mengen zu beschränken oder ganz auf Bier, Wein & Co. zu verzichten.
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