Mehr Migräne bei zu wenig oder zu viel Gewicht

August 2022

Migrä­ne­at­tacken können je nach Schwere zu einer starken Beein­träch­tigung der Lebens­qua­lität führen und häufige Kran­ken­stände nach sich ziehen. Die Risi­ko­fak­toren für diese Erkrankung sind indi­vi­duell ver­schieden. Wie die Analyse sehr vieler Pati­en­ten­daten gezeigt hat, spielt auch das Gewicht eine Rolle.

Migräne ist eine der häu­figsten Schmer­z­er­kran­kungen und häufig schwierig zu behandeln. Umso wich­tiger ist die Iden­ti­fi­zierung von Risi­ko­fak­toren. Wie eine aktuelle Analyse von 41 Beob­ach­tungs­studien mit fast 800.000 Teil­nehmern zeigt, gehören starke Abwei­chungen vom Nor­mal­ge­wicht offenbar dazu. Als Nor­mal­ge­wicht gilt der Bereich des Body Mass Index (BMI) von 18,5 bis 24,9. Um den BMI zu errechnen, wird das Gewicht in Kilo­gramm durch die Kör­per­größe in Meter zum Quadrat dividiert.

Der Analyse zufolge ist das Migrä­ne­risiko bei Unter­ge­wicht um 21 Prozent erhöht. Bei leichtem Über­ge­wicht steigt es nur gering­fügig, nämlich um 6 Prozent. Adi­po­sitas hin­gegen geht offenbar mit einem deutlich erhöhten Risiko für Migräne einher. Die Experten haben eine Stei­gerung um 28 Prozent errechnet.

 

Red./KG

 

Quellen:

Martami F, Jayedi A, Shab-​Bidar S. Primary hea­dache dis­orders and body mass index cate­gories: A sys­te­matic review an dose-​response meta-​analysis. Hea­dache 2022 Jul 19