JEM Archiv – Alle Jahrgänge

„Viel trinken“ – kann genauso schaden wie zu wenig

„Viel trinken ist gesund“ ist ein Mythos. Zu viel Flüssigkeit kann ebenso schaden wie zu wenig. Besondere Vorsicht ist bei chronischen Erkrankungen wie Nierenschwäche und Herzschwäche angezeigt. Günstig ist viel trinken hingegen bei Nierensteinen oder Harnwegsinfekten. Am besten man verlässt sich auf sein Durstgefühl – ausgenommen Kleinkinder und alte Menschen, bei denen das Durstempfinden zu schwach ausgeprägt ist.

Nachlassendes Gedächtnis: keine Wirkung von Spermidin

Die Substanz Spermidin hat in den letzten Jahren aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkung und im Tierexperiment lebensverlängernder Effekte für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun wurde untersucht, ob Personen mit subjektiv empfundenem Nachlassen der geistigen Leistungsfähigkeit von einer zusätzlichen Einnahme von Spermidin profitieren.

Ketogene Ernährung bei Diabetes

Eine Ernährung mit einem sehr hohen Anteil von Fett und sehr geringen Anteil von Kohlenhydraten – eine ketogene Ernährung – führt zu einer Umstellung des Energiestoffwechsels und wird mit gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht. Sie wird für Diabetiker bei kurzfristiger Anwendung in den meisten Fällen als sicher erachtet, sofern die Medikamente entsprechend angepasst werden und ärztliche Kontrollen erfolgen.

Dem Herz zuliebe – wenig oder kein Alkohol

Schon ein relativ geringer Alkoholkonsum erhöht bei Menschen mit vorbelastetem Herzen das Risiko für eine Herzschwäche bzw. Herzinsuffizienz. Erste Anzeichen einer Herzschwäche sind ein Nachlassen der körperlichen Leistungsfähigkeit und Atemnot schon bei relativ geringer Belastung. Daher empfehlen Experten, den Alkoholkonsum auf geringe Mengen zu beschränken oder ganz auf Bier, Wein & Co. zu verzichten.

Vegetarische Ernährung von Kindern

Eine große kanadische Untersuchung bestätigt die Einschätzung, das vegetarische Ernährung für Kinder geeignet ist – vorausgesetzt, es wird das erhöhte Risiko für Untergewicht berücksichtigt und abgefangen. Was eine vegane Ernährung für Kinder betrifft, so fehlen nach wie vor ausreichende wissenschaftliche Daten.